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UN Transporttest

UN Transporttest

UN-Transportvorschriften für Lithiumhaltige Zellen und Batterien

Allgemein:

Durch die Internationalen Transportgremien und „United Nations Economic Commission for Europe“ (UNECE) ist ein sicherer Transport für Gefahrgüter vorgeschrieben.

Diese Gefahrgutvorschriften legen fest, für wen diese Vorschriften gelten, klassifizieren die Güter in die jeweiligen Gruppen und legen die Prüfverfahren fest. 

Rechtsgrundlagen für die Beförderungen von Lithiumbatterien sind:

 

  • ADR

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße.

  •  ADN   

Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf Binnenwasserstraßen

  • IATA DGR

International Air Transport Association, Dangerous Goods Regulations 

  • ICAO-TI

International Civil Aviation Organization, Technical Instructions for the Safe Transport of Dangerous Goods by Air

  • IMDG Code

International Maritime Dangerous Goods Code (Beförderung von gefährlichen Gütern mit Seeschiffen)

  • RID

Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter

  • UN – Manual

United Nations Recommendations on the Transport of Dangerous Goods
Handbuch über Prüfungen und Kriterien, Fünfte überarbeitete Ausgabe, ST/SG/AC.10/11/Rev.5

  • U.S. DOT

U.S. Department of Transportation

 

Klassifizierung:

Die am Markt befindlichen Lithium-Produkte werden aufgrund Ihrer Eigenschaften und Transport-Varianten in jeweilige UN-Nummern unterteilt (derzeit u.a.):

UN 3090, UN 3091, UN 3480, UN 3481

Durchführung:

Das Bundesamt für Materialforschung und –prüfung (BAM) stellt unter Punkt 38.3 im Handbuch über Prüfungen und Kriterien (derzeit aktuelle Version: ST/SG/AC.10/11/Rev.5) die Prüfverfahren von Lithium-Metall- sowie Lithium-Ionen-Zellen und –Batterien dar (UN 3090, UN 3091, UN 3480 und UN 3481 sowie die anzuwendenden Sondervorschriften des Kapitels 3.3 der Modellvorschriften).

Zusammenfassung:

Nach Inkrafttreten der Vorschriften sind bis zum heutigen Stand aufgrund Änderungen und Erweiterungen der Vorschriften sowie der Lithium-Technologien und Anpassungen an den Markt, mehrere Revisionen veröffentlicht worden.

Eine maßgebliche Änderung war z. B. Im Jahre 2009 mit der Klassifizierung der Lithiumhaltigen wiederaufladbaren Batterien, welche nicht mehr mit dem errechneten äquivalenten Lithiumgehalt sondern durch die Energie in Watt-Stunden unterschieden werden.

Durch „UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods – Model Regulations” (aktuelle Version: Rev. 17) und “UN Manual of Tests and Criteria” (aktuelle Version: Rev. 5) wird festgelegt, dass Hersteller, Erstausstatter, Verteiler, Einzelhändler usw. für das in Markt bringen von Lithiumhaltige Batterien und Zellen verantwortlich sind, den in den Regularien geforderten Vorschriften zu entsprechen und einen Nachweis hierfür zu erbringen.

Ein Nachweis für einen neuen Lithiumhaltigen Akkupack ist die positive Durchführung eines sog. UN-Transport-Tests nach UN-Handbuch Abschnitt 38.3, welcher für den Transport unumgänglich ist.